Die Auto-Designer der großen Automarken haben eine gewagte Entscheidung getroffen und „weiß“ zur Auto-Trendfarbe des Jahres gekürt. VW ist der erste Autobauer, der das beherzigt und schickt den neuen Scirocco als weiße PS-Rakete ins Rennen. Wie kommen Autoliebhaber damit klar, die seit ihrer Kindheit von roten Ferraris oder schwarzen Alfas träumen? Chick und Chap haben ihre ganz eigene Meinung dazu. Hier lest Ihr welche:
Mein bester Freund hat gestern vor Freude eine Lokalrunde im Puff geschmissen. Nein – nicht, weil er etwa Vater geworden wäre, sondern weil er sich den neuen VW-Scirocco gekauft hat.
Grundsätzlich ja auch ein Grund für solche Gefühlswallungen, schließlich sieht der Wagen echt scharf aus. Schon in den späten Achtzigern stand man als kleiner Junge meist mit offenem Mund vor dem Scirocco-Vorgänger und schwor sich, den Hobel zu kaufen, wenn man denn endlich erwachsen ist.
Und nun haben die Designer von Volkswagen noch einmal einen drauf gesetzt und das Teil noch geschmeidiger gemacht. Allerdings hat die Geschichte bei meinem Kumpel einen ganz entscheidenden Haken: Die Kiste ist weiß! Natürlich hat er meinen leicht irritierten Gesichtsausdruck bemerkt und mir daraufhin groß und breit erklärt, dass „weiß“ die Trendfarbe des Jahres wäre, was fahrbare Untersätze angeht.
Keine Ahnung, welcher Kokain-schnüffelnde Design-Papst das nun wieder entschieden hat, aber: Wenn „lila-grün gestreift“ die Badehosen-Farbe des Sommers wäre, würde ich deswegen auch nicht wie eine Schwuchtel in den Baggersee meines Vertrauens hüpfen.
Kurz und knapp: Weiße Autos sind nur dann tragbar, wenn man nachts um fünf aus seiner Stammkneipe fällt und nach Hause möchte. Und auch dann nur mit einem gelben Schriftzug auf dem Dach und einem Euro-Zähler zwischen Aschenbecher und Radio. Ansonsten sind weiße Karossen ein absolutes Tabu! Da hat der Spaß einfach ein Loch. Es gibt Dinge, die gehen nicht und weiße Karossen gehören definitv dazu. Basta!

am 27. Januar 2009 um 18:29
Weiß ist das alte Gelb!