Silikonbrüste im Dschungelcamp – muss man das sehen?


Für einen ist es der Untergang des Abendlandes, für die anderen einfach nur eine riesengroße Freakshow bei der eine gesunde Portion Voyeurismus durchaus erlaubt ist. Das Dschungelcamp von RTL startet wieder.

Mit an Bord die C- und D-Promis der Republik: Transvestiten mit riesigen Hupen, Schlagertöchter mit langen Schenkeln oder ehemalige Eiskunstläufer mit Frisurunfällen. Eine Sendung, die Deutschland spaltet und vielleicht gerade deshalb Quotenrekorde bricht, lässt natürlich auch Chick und Chap nicht kalt. Hier lest Ihr, was die Beiden dazu zu sagen haben und ob sie einschalten oder nicht.

Chick: Ich bin ein Star, holt mich hier raus: Dschungel-Camp ist DAS Beispiel für Unterschichtenfernsehen
Also ich kann mich beim Zappen manchmal wirklich nicht so recht entscheiden, welchem brillanten TV Angebot ich denn nun meine geschätzte Aufmerksamkeit widmen soll.

Soll ich mir anschauen, wie in „Bauer sucht Frau“ gemeinsam romantisch die Sau geschlachtet wird, oder doch lieber wie sich die Arschgeweih-Generation in „Big Brother“ als Hafennutte beschimpft? Oder mal wieder so ne tolle Gerichtsshow – leider kommen die ja immer so ungünstig nachmittags. Dabei sind die Fälle, die dort behandelt werden, doch immer so lebensnah wie spannend und die Zeugen bzw. Angeklagten authentisch bis der Arzt kommt…

Na ja, zum Glück gibt es ja jetzt wieder das Dschungel-Camp. Endlich kommt Schwung ins Programm mit dem heutigen Start der lang ersehnten 4. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Und egal ob C, D oder E Promi, sie sind wieder alle dabei, wenn es heißt Tischlein deck dich und das Unterschichtenfernsehen zum Madenessen und Kakerlaken kraulen einlädt. Bei der letzten Staffel war ich ja auch schon so hocherfreut, Gina Wild auch mal angezogen zu sehen. Das war ja schon ein echtes Erlebnis. Und die neue Teilnehmerliste ist wieder wahnsinnig vielversprechend. Das wird wieder so aufregend. Und gefährlich. Denn angesichts der Teilnahme eines Nico Schwanz finde ich es nur angemessen, wenn sich jetzt auch die BILD sorgt und fragt: „Wird das Dschungel-Camp zum Sex-Camp?“ Schließlich haben wir doch einen guten Ruf zu verlieren.

Känguruh Hoden fressen o.k., aber no sex, please. Oder doch? Vielleicht will Schwanz es ja mal mit Lorielle versuchen, meinetwegen. Ich finde ohnehin, dass der Boden schon lange erreicht ist. Schocker gibt es nicht mehr, Grenzüberschreitungen auch nicht (auch wenn einige der abgebrannten Teilnehmer die „persönliche Grenzerfahrung“ ja immer noch als Teilnahmegrund verkaufen wollen) und diese ganze Scheiße ist einfach nur peinlich und langweilig.

Wer guckt sich so einen Dreck an? Warum gibt es Formate wie Frauentausch und den ganzen anderen Quatsch? Dass Big Brother 1 noch schockte und deshalb interessant war kann ich verstehen. Aber nun? Was soll das? Wissen die Deutschen so wenig mit ihrem Leben und mit ihrer Freizeit anzufangen? Fragen über Fragen, aber eines ist gewiss: Die Nachfrage und der breite Geschmack lenkt hier wie überall das Angebot und deshalb gilt auch hier: Jedes Volk bekommt das Fernsehprogramm, das es verdient. In diesem Sinne: Armes Deutschland.

Chap: Falsche Titten – scharfe Titten?
Sind die Kazongas von Lorenzo Woodward nun scharf oder nicht? Klar – irgendwie ist es schon ein bisschen krank sich mit den Titten eines Mannes zu beschäftigen, der sich nach „Deutschland sucht den Superstar“ zur Frau umdrehen ließ. Okay – ein bisschen pervers sogar.

Aber auf der anderen Seite: Die Tröten von Lorielle London (so nennt sich Lorenzo jetzt) haben alles, was solche Teile brauchen: Sie sind voluminös. Sie strotzen der Schwerkraft. Und vielleicht klingen sie auch wie eine Haustüre, wenn man auf ihre Nippel drückt. Na also! Was soll´s – schließlich ist es das, was zählt. Und außerdem: Am Ende des Tages wollen die Macher vom Dschungelcamp doch, dass wir genau darüber nachdenken, uns die Köpfe heiß reden und anschließend wieder den Fernseher einschalten. Können Sie gerne haben. Zumal ja nicht nur Lorenzo alias Lorielle seine Tüten in die Kamera hält, sondern auch Mädels wie Giulia Siegel. Und wer hat in den 90ern nicht nur deshalb Tele5 geguckt, weil er scharf auf Gundis Zambo war? Ob die Mädels da nun Känguruh-Hoden verhaften oder Krokodil-Achselschweiß trinken, ist zwar echt eklig, aber letztlich auch egal.

Das Einzige, was mir bei der diesjährigen Besetzung im RTL-Dschungel etwas übel aufstößt, ist die Tatsache, dass Onkel Jürgen fehlt. Denn eins ist mal klar: Wenn jemand keine Skrupel hat, auch fragwürdige Kazongas auszutesten, dann doch wohl der gute alte Onkel Jürgen, oder? Aber gut – nichts ist für die Ewigkeit und nach diesem Dschungelcamp, gibt es ein nächstes mit neuer Besetzung. Vielleicht ist er ja dann dabei.

Und zum Glück schickt RTL ja einen Mann ins Rennen, dessen Namen ihm wie ein Donnerhall vorauseilt: Nico Schwanz! Na – da bekommt die Redewendung „Arsch auf Eimer“ doch mal eine ganz neue Bedeutung. Der Herr Schwanz aus Thüringen war im Jahr 2003 doch ungelogen das erste männliche „Model of the World“. Hallelujah – es ist angerichtet. Lasset die Spiele beginnen.

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1 Kommentar bis jetzt »

  1. 1. Kommentar von Ralle

    geschrieben am: Januar 9, 2009 @ 17:18

    Ich finde Chick hat es mit “Unterschichtenfernsehen” genau getroffen..

    Aber, obwohl ich mich nicht zur Unterschicht zähle, sehe ich die Idioten doch ganz gerne mal den einen oder anderen Hoden essen ;)

    Man will ja entertaint werden..

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