Amy Winehouse hatte in diesen Tagen zum wiederholten Male einen Rückfall. Nach einem Streit mit ihrem Ehemann ist sie ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine tragische Geschichte einer Frau, die alleine mit ihrer Stimme Herzen schmelzen lassen kann. In ihrer aktuellen Verfassung ist Amy Winehouse aber nur noch ein abgedrehtes Rätsel. Nicht für Chick und Chap.
Chick: Amy Winehouse ist die Queen of Soul!
Amy Winehouse ist eine auffällige Erscheinung. Und zwar in jeder Hinsicht, denn neben ihrem dramatischen Outfit und Styling, ihren permanenten Drogenexzessen und dem daraus resultierenden Medienrummel, neben all den Schlagzeilen also und den sich häufenden Zusammenbrüchen bringt sie nicht zuletzt eine außergewöhnliche Stimme mit.
Und die versteht sie so in Szene zu setzen, dass es einem unter die Haut geht. Seit „Back to black“, dessen Titel für die Queen of Soul ein ganzes Lebenskonzept zu sein scheint, ist Amy Winehouse in aller Munde, aller Ohren und aller Augen. „Zu Recht?“ fragen sich manche. Ist das nicht wieder so eine hochgehypte Party-Tussi, die die meiste Kohle nicht durch ihre Musik, sondern durch ihre zur Schau gestellte Selbstzerstörung macht?
Die Frage ist berechtigt und die Schlagzeilen zum Lebenswandel von Amy Winhouse überschlagen sich. Nicht desto trotz haben wir es hier mit einer jungen Frau zu tun, die es wie kaum eine andere schafft, ihre Gefühle in ihre Stimme zu legen und ihre Lieder mit einer solch emotionalen Dichte anzufüllen, dass diese nicht nur im Ohr bleiben, sondern unter die Haut gehen und ins Herz. Und dafür lieben wir Amy und verzeihen ihr alles.
Wenn wir uns hingegen an Partyexzessen, Sexvideos und Skandalen berauschen und ordentlich ablästern wollen tippen wir „Paris Hilton“ in die Google Suchzeile. Da wissen wir nämlich – da ist nichts dahinter. Und das nicht erst, seitdem wir „Stars are blind“ gehört haben.
Chap: Wer braucht die Winehouse noch?
Vor einigen Wochen habe ich Amy Winehouse beim Geburtstagskonzert von Nelson Mandela im Fernsehen gesehen. offensichtlich sternhagelvoll und gelinde ausgedrückt von allen guten Geistern verlassen. Höhepunkt der Show war der Moment, als sie in unfassbar schlechter Tonlage ihren Hit „Valerie“ sang und dabei einem Mann im Publikum einen astreinen Aufwärtshaken versetzte. Nicht, dass ich nicht auch schon auf schrägen Geburtstagspartys durch die Gegend getorkelt wäre und irgendwelche Pappnasen angepöbelt hätte – aber, was die gute Amy regelmäßig veranstaltet, ist wirklich gnadenlos.
Sex, Drugs and Rock´n Roll – okay, finde ich ja auch reizvoll. Aber irgendwie hatte das bei echten Rowdys wie Johnny Rotten, Axl Rose oder dem frühen Mick Jagger irgendwie noch so etwas wie Stil. Bei Amy werde ich irgendwie den Eindruck nicht los, dass sie sich in erster Linie für die Medien so weg schießt, weil sie ohne Öffentlichkeit nicht wirklich klar käme. Und das ist schon ziemlich uncool. Keine Frage – die Frau kann singen. Oder besser: Die Frau konnte singen. Denn mal ehrlich – wer Amy Winehouse in der letzten Zeit bei irgendeinem ihrer peinlichen Auftritte zuhören musste, weiß: Selbst als man in der 80ern das Turbo Tape lud, klang das besser. Um es kurz zu machen: Wer braucht Amy Winehouse eigentlich noch? Ich sicher nicht.

am 27. November 2008 um 09:49
Also ich finde diese Tussi wirklich schäbig, muss aber grundlegend eigentlich Chick recht geben.
Die Musik von Amy ist toll und bietet so viel Stimmung.. Einfach das richtige für einen tristen Abend
am 28. November 2008 um 20:42
Triste Abende mache ich mir doch nicht noch trister durch triste Frauen, von den ich weiß, dass sie live keinen Ton treffen. Ne- ich finde: Chap hat absolut Recht!
am 28. November 2008 um 20:43
Und noch was: Wo bleibt eigentlich endlich mal das Bild von Chap im Header. Wüsste mal gerne, wie der so aussieht!
am 4. Dezember 2008 um 18:44
Ach, kommt schon: Jeder hat seine Schwächen! Und solange die gute Amy unglaublich toll singt ist mir eigentlich völlig egal, was sie in ihrer Freizeit treibt. Gebt ihr eine Chance!